Wärme, die aus der Erde kommt

Ich gebe es zu, ich bin ein Heiß- und Langduscher, und frieren tue ich äußerst ungern. Natürlich war ich sehr kritisch, als ich hörte, dass unsere Warmwassererzeugung und unsere Heizung auf Erdwärme basieren sollte. "Ohne Sonne bei niedrigen Temperaturen könnte es auch in einem sehr gut gedämmten Haus auf Dauer etwas kühl werden" meinte ein Fachmann, und ich sah mich schon mit dicker Jacke und Lammfellpantoffeln unter einer Wolldecke sitzen.

Ganz im Gegenteil, barfuß auf Granit ist auch im Winter angesagt, denn der Bedarf an Wärmeenergie ist in "Öl-Währung" umgerechnet mit 120 l/Jahr so gering, dass wir unsere Fußbodenheizung auch dann nutzen, wenn es eigentlich noch gar nicht nötig ist. Und da diese mit einer Vorlauftemperatur von nur 25°C arbeitet, wird der Boden kaum spürbar erwärmt (oder auch gekühlt, was bei heißen Sommern nicht zu verachten ist). So haben wir das ganze Jahr angenehme 22,5 ± 0,5°C im Haus, egal ob es draußen nun -12°C (s. Bild) oder +35°C ist. Und das Heiß- und Langduschen musste ich mir auch nicht abgewöhnen, nur jetzt tue ich es mit einem absolut guten Gewissen.